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Recht zügig ging der junge Adlige vorbei an den Passanten, jetzt, nachdem das Gewitter, das die Straßen Londons in eine trübe Monotonie tauchte, abgeklungen war und zog nicht selten forsche und meist skeptische Blicke auf sich. Sein Blick war leicht gesenkt, der Schleier seiner schwarzen, etwas durchnässten Haare schütze ihn grob vor diesen Blicken, bohrend und gierig .. manchmal könnte er sie ihnen ausreissen, ihre kostbaren Augen, mit denen sie sahen und nach ihnen ausgerichtet alles abschätzten und deuteten. Er vermutete, dass viele von ihnen nicht in der Lage waren mit ihren Augen hinter Fassaden zu blicken, Absichten zu erkennen, eben das, was für das menschliche Auge allein unerkennbar war .. wie denn auch ? Keine Augen konnten das, nicht ihre .. und nicht seine. Sie würden eben weiterhin nach dem Gesehenen urteilen und das war oft eine einzige Lüge. Lüge, Lüge, Lüge, tönte es in seinem Kopf, während er durch die feuchten Straßen eilte.
Vincent war nicht wirklich bedacht darauf, wie ein ‚echter’ Adliger durch die Gegeng kutschiert zu werden, oder auch nur irgend wen auf seinem kleinen Ausgang mitzunehmen. Bei dem, was er vorhatte wäre das sowieso undenkbar gewesen. Es war ihm ohnehin schon lieber gewesen, dass er sich im Higham Park verabredet hatte, als in der Apotheke.
Während ein kühler Wind vorbeizog, der scharf an seinem Gesicht vorbeistrich und ebenso schnell von dannen wehte, schloss er kurzzeitig die Augen. Es wunderte ihn nicht, dass das Wetter auf sein Gemüt abfärbte, obwohl das Gewitter längst vorübergezogen war. Und als er die Augen kurz darauf wieder öffnete, schob sich die Silhouette einer jungen Frau in sein Blickfeld. Ein Lächeln, flüchtig, dennoch auf seine Weise charmant legte sich auf seine Lippen, die der Blässe seiner Haut fast schon vollständig glichen. Das musste sie sein, diese Neuville, die in der Apotheke arbeitete. Aus der Ferne betrachtet machte sie einen recht unschuldigen Eindruck, wie er fand. Doch ehe er vorschnell urteilte, wartete er ab. Vielleicht würde sich außer der Übergabe des Morphiums noch ein winziges Gespräch ergeben.

„Miss ..“,

murmelte er nur leise, nachdem er wenige Meter vor ihr zum Halt kam, mit einer erwartungsvollen Stimme, wobei unverkennbar ein wenig Amüsement mitschwang. Jetzt schon. Auch das Betrachten jener Gestalt liess ihn eine Weile in Gedanken versinken, Vorfreude stieg in ihm auf, auf was auch immer. Jedenfalls unterdrückte er einen weiteren Gedanken daran, als könne jemand seine seelische Barriere durchbrechen, auch wenn das eher lächerlich klang, als dass es Sinn ergab.
Vincent neigte den Kopf leicht, hob die Augenbrauen und verschränkte die Arme, ohne dabei weniger adrett zu wirken. Vermutlich war jetzt wieder der Zeitpunkt, an dem die Leute ihre Meinung überdachten und ihm die Rolle des Adligen und dessen elegantes Auftreten zumuten würden. Es war doch ohnehin eine Sache der näheren Bekanntschaft. Doch wollte er damit nicht auf seine vorherigen Gedanken zurückgehen.

„Vincent Vaudeville .. und ihr müsst Miss Neuville sein.“

Er kaschierte seine Ungeduld auf den endgültigen Besitz des Schmerzmittels mit einem weiteren vornehmen Lächeln, das sich irgendwie nicht wirklich in das trostlose Ambiente einfügte. Seltsamerweise hatte es auch mit den Klängen zu tun, einer Melodie, die er gar nicht realisiert hatte, wobei sie schon länger in den Ohren des Adligen lag.
Greensleeves.
Und zum ersten Mal nahm er den Park bewusst in Augenschein und vergaß beinahe die junge Lady mit dem Schmerzmittel.
Zumindest vorläufig.
9.8.06 15:02


Der leichte Nieselregen trommelte leicht gegen die Scheiben der Apotheke, doch es schien, als würde er mit jeder Minute weniger werden, bis der Regen schließlich völlig abklang und nur noch die Schritte und das von vielen Stimmen zur Unkenntlichkeit verzerrte Gemurmel der Passanten, welche wieder auf den Platz stürmten, eilig wieder ihren Geschäften nachgingen, um sich bei diesem kalten und regnerischen Wetter möglichst schnell ins Warme zu verziehen, erklang, wie es gewöhnlich in dieser belebten Straße der Fall war. Auch das Gewitter hatte sich endlich verzogen, und nicht wenige waren froh darüber, wenn auch nur die Ängstlichen.
Im Inneren des Geschäftes war ein zierliches Mädchen gerade dabei, noch die letzten Kisten aus dem Lager zu holen, um sie kunstvoll im kleinen Schaufenster zu arrangieren, ehe sie sich wohl nach draußen auf die kalte Straße wagen müsste, um dort irgendeinem dieser schnöseligen Adeligen, die anscheinend zu faul waren, durch London kutschiert zu werden, eine Lieferung vorbeizubringen. Blanche, wie der Name der Halbfranzösin lautete, stellte mit einem dumpfen Geräusch einige Schachteln auf die Fläche des großen Apothekertisches, ehe sie sich mit der weißen Hand über das Gesicht wischte, und einige ihrer schwarzen Locken hinters Ohr strichen. Der Blick ihrer blaugrauen Augen huschte hinüber zur Uhr, die verrostet über der Tür hing, und verdrehte die Augen gleich, denn es ward später geworden, als sie gedacht hatte. Sie musste sich beeilen, wenn sie noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück im Laden sein wollte, um ihre Sachen abzuholen. Sie schaute nach hinten und linste in den hinter einem Regal versteckten Raum, wo ihre Kollegin Mary gerade in irgendeiner Schublade herumfummelte.

„Mary? Ich bin eben mal die Bestellung abliefern, kann ich mich auf dich verlassen?“
Als Antwort kam nur ein etwas lautereres Rumpeln und ein Zunicken des Mädchens, also warf sich Blanche einen Mantel über die Schultern und ging hinüber zum Schrank, um das kleine Fläschchen aus dem Schrank zu nehmen, Sie überprüfte noch einmal ebend schnell, ob es das Richtige war, bis sie sich überwand und mit einem leisen Türklingeln die Wärme verließ und dich in die graue Masse der Menschen ein schleuste. Blanche betrachtete das Fläschchen neugierig, fast schon mit einem sehnsüchtigem Blick, hatte der Adelige – ein gewisser Vaudeville, etwas Morphium bestellt, der tödlichen Substanz, die einen von einem Glücksgefühl hinein in den süßen Tod stürzte, das Aussehen jedoch von einem unschuldigen Tropfen Wasser. Wolf im Schafspelz, wie man so schön sagt. Seufzend stecke sie es in die Tasche, die Kälte war ihre Beine heraufgekrochen und ließ sie mit jeder Sekunde, die sie weiter inmitten der Menschen und der Kälte verbrachte, mehr und mehr Frösteln und in Gedanken fluchen, wie sie es immer schon gern getan hatte. Der Treffpunkt war der Higham Park gewesen, ein sehr üblicher Ort für Treffen aller Art, den Weg hatte sie fast schon automatisch eingeschlagen. Nachdem sie die Tore passiert hatte und ihr von irgendwoher eine Melodie ins Ohr schlich, wohl von einer der vielen Straßenmusikanten, schaute sie sich sogleich um, sie wollte die Sache so schnell wir möglich hinter sich bringen.
9.8.06 14:47


N e v e r e.d.i.n.g. fool.ish.ness

Naja ... es geht langsam, aber stetig voran .. ich zeichne gerade an ein paar Wettbewerbsbeiträgen, hab i-net verbot .. das Webblog leidet, doch bals bin'sch wieder mit ( Original - Ruhrpott xD ) Krasser Overload-Power z'ruck! xD
4.8.06 21:54


Endlich ein Anfang



x. ρяоміѕэ∂ ℓαи∂ .x

Soo, Leute, ich hab jetzt meinen Webblog abgerissen und gestalte ihn jetzt ganz neu .. also, bitte habt Geduld, irgendwie wird's schon xD
2.7.06 23:19





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